Die ersten Wochen mit Baby

Mittwoch, November 30, 2016

"Die ersten Wochen mit Baby" - Diesen Satz googelte ich mehrmals in meiner Schwangerschaft und nachdem ich einige, teilweise auch sehr ehrliche Blogposts, darüber fand, fühlte ich mich theoretisch gut auf die erste Zeit mit unserem neuen Familienmitglied vorbereitet. Praktisch sah die Sache dann ganz anders aus und darüber möchte ich euch in diesem Artikel berichten.


An dieser Stelle möchte ich vorab sagen, dass sich die nächsten Zeilen wohlmöglich sehr negativ anhören, weil ganz ehrlich, man ist nicht 24 Stunden am Tag glücklich, auch wenn man diese unfassbare Liebe zu seinem Kind spürt. Und ich hoffe, dass ich mit meinem Blogpost den Mamis und Papis ein wenig zeigen kann "hey, ihr dürft euch neben der ganzen Freude über das Baby, auch mal das alte Leben zurückwünschen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben".  Aber davon nun mehr:

Bitte verzeiht, wenn der Artikel etwas wirr gegliedert ist und ich vom hundersten ins tausendste komme. Ich habe ihn an mehreren Tagen immer mal für ein paar Minuten geschrieben und jedes Mal fiel mir wieder etwas Neues ein. Und falls sich jemand wundert, warum ich plötzlich nicht mehr den vollen Namen ausschreibe, obwohl er ja auf dem Bild im Geburtsbericht zu sehen ist -> Ich möchte nicht, dass man sie so einfach googlen kann. Wer weiß was in ein paar Jahren ist. Deswegen ist der Name natürlich nicht geheim und ihr wisst ihn ja, aber er soll eben nicht durch die Suchmaschine laufen.


Aus dem Krankenhaus kommen, und dann?

Nach einiger Zeit des Kinderwunsches, 40 Wochen Schwangerschaft und einer anstrengenden Geburt (Geburtsbericht) ist der Moment gekommen, wir verließen das Krankenhaus. Bei uns war das, auf Grund der gewünschten ambulanten Geburt, um 03:00 Uhr in der Nacht. Die Türen gingen hinter uns zu und dann kam die erste Herausforderung schon bevor wir überhaupt zu Hause waren. Das Baby muss ins Auto. Wir hatten das mit der Doona Babyschale* natürlich vorher einmal ausprobiert, aber nach der nervenaufreibenden Geburt und dem ganzen Adrenalin, welches zu diesem Zeitpunkt verschwunden war, war das gar nicht mehr so einfach. Geschafft.... Im Auto schauten wir uns an und konnten es kaum fassen, dass die uns einfach ein Baby mitgeben. Ohne Gebrauchsanweisung. Wir fragten uns: "Und jetzt?".

Ja jetzt geht es los, das Abenteuer Baby. 24 Stunden, 7 Tage die Woche, braucht uns nun dieser kleine Mensch und ist voll und ganz auf uns angewiesen. Diese Tatsache hat mich total überfordert und ich fiel erstmal, vermutlich auch wegen der für mich traumatischen Geburt, in ein tiefes Loch. Ich wusste die ersten Tage überhaupt nicht wohin mit mir. Plötzlich war der Bauch weg und S. da, ich sollte stillen, wickeln, beruhigen, pflegen.... Nicht umsonst heißt es Kennenlernzeit, denn man muss das Baby tatsächlich erstmal richtig kennenlernen, um zu wissen, was es braucht. Ich war so froh über meine tolle Nachsorgehebamme, die uns ab dem 1. Tag jeden Tag besuchte, um uns den Umgang mit dem Baby (Baden, Pflege usw.) zu zeigen und mir beim Stillen zu helfen. Ich möchte hierzu nochmal einen extra Blogpost verfassen.


Seele und Körper

Wie soeben geschrieben, war ich zunächst total überfordert. Ich war verantwortlich für S. und dabei hatte ich mit mir selbst erstmal zu kämpfen. Ich hatte Schmerzen von den Geburtsverletzungen, der Wochenfluss ist auch nicht gerade lecker und dann darf man sich noch nicht einmal richtig mit Seife waschen. Der ganze Bauchraum fühlt sich komisch an und man hat das Gefühl als würden die Organe einfach aus einem herausfallen. Die Kontrolle über meine Blase war völlig verschwunden. Noch 2 Wochen lang hatte ich starke Schmerzen im Becken (Symphyse), mein Rücken tat weh und die Brüste sowieso. Alles ist furchtbar anstrengend und eigentlich wollte ich mich einfach nur erholen. Der Hormonabfall lässt einen Schwitzen wie verrückt, der Bauch schwabbelt, man könnte ständig weinen... Aus Angst, vor Glück, manchmal auch einfach so. Mein Kopf konnte das irgendwie alles auf die Schnelle nicht begreifen und durch die Probleme mit dem Stillen (darauf möchte ich nicht näher eingehen) und dem Gefühl alles falsch zu machen, fühlte ich mich als Versagerin. Zwischendurch hätte ich am liebsten meine Tasche gepackt und wäre gegangen.

Die ersten Nächte sind furchtbar hart, denn man ist es nicht gewohnt alle 1,5 Stunden aufzustehen und so weinte ich. Nacht für Nacht, Tag für Tag. Ich weinte so viel, wie noch nie in meinem Leben. Gedanken kamen in mir auf, dass ich gerne hätte, dass alles so ist wie vorher. Ich war unglaublich froh meine Tochter endlich in meinen Armen zu haben und gleichzeitig fühlte ich mich nicht bereit. Ich wollte wieder durchschlafen. Ich wollte nicht stillen. Ich wollte einfach wieder für mich sein. Und dann beschlossen wir, S. die Flasche anzubieten und schlagartig wurde es besser. Ich fühlte mich weniger eingenommen und konnte, nachdem ich nach ca. 10 Tagen auch die Erlebnisse der Geburt einigermaßen verarbeitet hatte, meine Tochter endlich so richtig genießen. Natürlich war es auch dann nicht immer einfach, aber ich fühlte mich psychisch endlich wieder "gesund". Mein Mann war 4 Wochen zu Hause, ich weiß bis heute nicht, wie ich das ohne ihn hätte schaffen sollen. Er war die ganze Zeit über sehr verständnisvoll und meinte immer: "Meinst du anderen Müttern geht es anders? Das will nur niemand zugeben!". Und tatsächlich, wenn ich in der Vergangenheit frisch gebackene Eltern fragte: "Und wie läuft es?", bekam ich meist nur zur Antwort: "Achja, ganz gut.". Auch in dem sozialen Netzwerken sieht man ja fast ausschließlich Eltern die so richtig, richtig gut gelaunt nach einem Tag fröhlich lächelnd und hübsch zurecht gemacht den Kinderwagen schieben. So richtig zugeben möchte das wahrscheinlich wirklich niemand, denn man MUSS ja jetzt total happy sein, dass die Tochter oder der Sohn endlich auf der Welt ist.

Stephie von sulfurandcookies.de sagte auf Twitter, dass sie diese Gefühle sehr gut nachvollziehen kann, obwohl sie noch kein Kind hat. Sie verglich die Situation mit anderen neuen Lebensabschnitten, wie ein neuer Job oder ein Umzug. So eine große Veränderung kann Angst machen und obwohl man sich bewusst dafür entschieden hat und sich sogar riesig darauf freut, heißt das nicht, dass man ab der 1. Minute oder 24/7 damit glücklich ist. Man muss oft im Leben erst einmal in neue Aufgaben reinwachsen und die neuen Eindrücke verarbeiten, bis man so richtig ankommt. Ich fand die Vergleiche sehr hilfreich, denn wenn jemand in einem neuen Job erstmal überfordert ist und vielleicht voller Verzweiflung weint, haben auch die meisten Menschen Verständnis. Also warum ist dieses Verständnis gegenüber Neu-Mamas nicht gegeben? Warum wird einem das Gefühl gegeben, man ist eine schlechte Mutter. "Du wolltest doch ein Baby!". Ja natürlich, aber vorbereitet ist man irgendwie überhaupt nicht und alles ist ein bisschen viel am Anfang. Ich finde es Schade, dass man nach außen immer den Friede-Freude-Eierkuchen-Schein wahren muss und nicht ganz ehrlich sagen kann: "Mir geht es nicht gut. Ich bin überfordert. Mir wird das alles zu viel.".



Es ist tatsächlich so, dass man in der ersten Zeit nicht dazu kommt zu Trinken und zu Essen und obwohl ich wirklich wenig Apettit hatte, verhungerte ich förmlich vor dem gedeckten Tisch. Die Pfunde purzelten schnell und so hatte ich nach nur zwei Wochen nur noch 3, von den ursprünglich 12, Schwangerschaftskilos übrig. Was ich mir trotz des Stresses nie hatte nehmen lassen, war eine tägliche Dusche. Durch den Wochenfluss habe ich mich ohnehin immer irgendwie eklig gefühlt, das starke Schwitzen hat diesen Zustand nicht besser gemacht und da musste eine Dusche unbedingt sein. Mein Mann gönnte mir das natürlich und half mir mit S. wo er konnte. Hauptsächlich kümmerte er sich aber um den Haushalt, die Einkäufe und das Kochen.

Der erste Besuch

Nicht umsonst heißen die ersten 6-8 Wochen nach einer Geburt WochenBETT. Eigentlich sollte man die Zeit nutzen um sich zu erholen, um das Baby kennenzulernen, zu kuscheln... sich zu erholen. Ach das hatte ich schon. Der Körper musste einiges leisten und braucht Zeit. Tja, aber da sind Menschen die den neuen Erdenbürger kennenlernen möchten. Schon vor der Geburt haben wir allen Verwandten und Freunden gesagt, dass wir erstmal ein paar Tage für uns sein wollen. Am Donnerstag Nacht kamen wir nach Hause und am Samstag, also drei Tage nach der Geburt, kündigte sich der erste Besuch an. Es war meine Familie (zumindest ein Teil davon), weil ich wusste, dass diese mich weniger stressen wird als die Schwiegerleute. Obwohl ich irre stolz war, meine Tochter zu "präsentieren", überforderte mich der Besuch. Mein Mann kümmerte sich zwar um alles, aber dennoch war es purer Stress für mich. Noch schlimmer wurde es am Tag darauf, wo meine Schwiegermutter mit ihrem Mann und der frischgebackenen Uroma zu Besuch kamen. Ich lächelte, aber mir ging es gar nicht gut. Ich konnte kaum sitzen, der Milcheinschuss tat weh, ich fühlte mich nicht wohl in meiner Haut, weil ich überhaupt keine Lust hatte mich zurecht zu machen, und dann hat noch jeder solche tollen Ratschläge wie man dieses oder jenes zu machen hat. Ich war froh, als das Wochenende vorbei war und wir erstmal wieder für uns waren. Natürlich nicht lange, denn viele Leute wollen das Baby sehen und plötzlich bekommt man Besuch von Menschen, die sich sonst nicht sonderlich für ein Kaffeekränzchen interessierten. Im nachhinein denke ich mir, dass ich einfach die Bremse hätte betätigen sollen und auf mein, nein unser, WochenBETT zu bestehen.

Raus aus der Höhle

Irgendwann kam der Moment, an dem ich das Gefühl hatte nun mal raus zu müssen. Wir wollten nur ein paar Schritte draußen spazieren gehen, aber einfach los geht nun nicht mehr. Das Baby sollte wenn möglich frisch gewickelt, warm genug angezogen (am Anfang war ich immer sehr unsicher wie viel oder wenig ich ihr anziehen soll) und gesättigt sein. Der Gedanke sie könnte während des Spaziergangs anfangen zu schreien, brauchte schon die Schweißperlen auf meine Stirn.



Mal davon abgesehen, dass ich immer noch nicht richtig fit war und nicht schmerzfrei laufen konnte, war es dann eigentlich gar nicht so schlimm. Man wächst mit seinen Aufgaben und während der erste Kinderarztbesuch, eine Woche nach der Geburt, noch irre stressig war, geht das alles jetzt mit Links. Tasche packen, Baby fertig machen, Babyschale ins Auto und los gehts. Mittlerweile kein Problem mehr. Tatsächlich bin ich jetzt sogar froh, wenn ich Termine habe oder die Verwandtschaft besuche, denn manchmal fällt mir ein wenig die Decke auf den Kopf, wenn ich zu viel mit S. zu Hause bin. Manchmal kommt sogar der Wunsch auf wieder zu arbeiten, weil mal ehrlich, ein Tag im Büro ist bei weitem nicht so anstrengend, sowohl psychisch, als auch physisch, wie sich 24 Stunden um ein Baby zu kümmern und nebenher den Haushalt zu schmeißen.... Zumindest einigermaßen *räusper*.



Man wird immer routinierter und fragt sich manchmal, warum man sich in manche Dinge so reingesteigert hat, anstatt erstmal zu gucken wie es läuft. Naja....

Was willst du von mir?

Zu bestimmen was das Baby braucht, ist nicht immer einfach, besonders als Neu-Mami nicht. S. hat die ersten 6 Wochen pünktlich zwischen 18 und 19 Uhr angefangen zu schreien. Nichts half. Keine frische Windel, kein Fläschchen, kein Singen, kein Schunkeln, nichts. Lediglich das Rumtragen half. Also trugen wir. Wir drehten unsere Kreise im Wohnzimmer und das von oben genannter Uhrzeit bis 1 oder 2 Uhr Nachts. Manchmal half, wenn wir Glück hatten, auch der Pezziball.



Solange man noch zu Zweit ist, geht das ganz gut, denn man kann sich abwechseln. Mein Mann trug, während ich versuchte ein wenig vorzuschlafen, um mich dann den Rest der Nacht um sie zu kümmern. Was auch gut half und was wir erst begreifen mussten, ist, dass man auch mit der Flasche nach Bedarf füttern kann. Genau wie beim "Stillen nach Bedarf", nämlich immer dann, wenn das Baby trinken möchte und wenn es nur für ein paar Schlucke ist, befriedigt man dieses Bedürfnis. Also machten wir ein Fläschchen nach der anderen und manchmal reichten schon 10ml und S. schlief für ein Weilchen. S. hatte übrigens keine Blähungen. Laut meiner Recherche im www und Rücksprache mit meiner Hebamme, müssen viele Babys am Abend ihren Tag verarbeiten und können dies nur durch schreien. Kein Wunder, wenn sie plötzlich aus dem Bauch kommen und alles ist so groß, hell und einfach anders. Mir war auch oft danach einfach zu schreien ;-)

Und plötzlich musste ich das (fast) alleine schaffen

Der Tag an dem mein Mann nach 4 Wochen Urlaub wieder arbeiten gehen sollte, kam schneller als mir lieb war. Die 4 Wochen gingen vorbei wie im Flug und plötzlich wurde mir bewusst: "Jetzt musst du das alleine schaffen". Natürlich fing ich in den 4 Wochen allmählich wieder an selbst den Haushalt zu machen, einkaufen zu gehen usw., aber so ganz auf sich gestellt zu sein und nicht sagen zu können "hier nimm mal, ich kann nicht mehr", war schon eine ganz andere Nummer. Mein Mann arbeitet seit einigen Jahren immer Früh- und Spätschicht im Wechsel. Also eine Woche von 06:00 bis 14:00 Uhr und die nächste von 14:00 bis 22:00 Uhr - wobei er in der Spätschicht gerne mal länger macht, weil uns das einen großen finanziellen Vorteil bringt.

Nun fing er also wieder an zu arbeiten und ich hatte ihn am Abend nicht bei mir, um mir während der Schreiphase zu helfen. Während ich meine Runden im Wohnzimmer drehte, weinte ich. Irgendwann tut der Rücken weh und sowieso war ich immer noch ein wenig wackelig auf den Beinen, so dass das Herumtragen furchtbar anstrengend für mich war. Wenn man dann auch noch in der Nacht wenig schläft und tagsüber auch nicht zur Ruhe kommt, bringt einen so ein klagendes Baby im Arm wirklich an die Grenzen des Ertragbaren. An einem Abend sagte mein Mann mal zu mir, als er um 24:00 Uhr nach Hause kam: "Du siehst aus, als kämst du gerade aus dem Krieg". Meine Augen waren geschwollen, kaum noch geöffnet, die Haare zerzaust, weil ich wahrscheinlich an diesem Tag nicht dazu gekommen bin mir die Haare zu kämmen. Es war wirklich nicht so einfach mich zwischen Haushalt, Baby und Hund, auch noch um mich selbst zu kümmern. Aber auch das funktioniert mittlerweile sehr gut. Man weiß sich irgendwann zu helfen und es gibt natürlich auch ein paar Hilfsmittel für uns Eltern, die uns den Alltag mit Baby erleichtern.

Unsere erste Anschaffung war die Nonomo Federwiege, die nun bei uns im Wohnzimmer hängt. Besonders wenn man einen Hund hat, ist es wichtig, das Baby tagsüber an einem Platz ablegen zu können, wo es nicht herunterfallen kann und der einem ermöglicht ohne Sorge den Raum zu verlassen. Die Federwiege hat sich als Schlafplatz für den Tag bei uns bewährt und mittlerweile kann ich S. tagsüber dort reinlegen wenn sie müde ist, die Wiege anschubsen und nach ein paar Minuten schlummert sie seelig. Bei den Schreiphasen am Anfang hat sie zwar nicht geholfen, weil S. einfach Körperkontakt brauchte, aber trotzdem war sie immer ein hilfreiches Baby-Gadget.



Ein weiteres Hilfsmittel, welches ich nicht mehr missen möchte, ist die BabyBjörn Babywippe*, welche es in verschiedenen Farben zum Beispiel bei babymarkt.de zu kaufen gibt. Auf babymarkt.de findet ihr alles was ihr rund um euer Baby braucht oder nicht braucht ;-) Babyshopping macht einfach zu viel Spaß, um nur das zu kaufen, was wirklich nötig ist. Ihr kennt das bestimmt. Der Onlineshop bietet immer wieder tolle Rabatte und Aktionen an und ab 20€ Warenwert ist eure Bestellung versandkostenfrei, schaut doch einfach mal vorbei.

Die Wippe ist höhenverstellbar und so leicht, dass man sie mit einer Hand locker tragen kann. Es kommt der Tag, da nimmt das Baby auf einmal seine Umgebung wahr und möchte nicht immer an die Decke starren. Das Sehfeld erweitert sich und in so einer Wippe kann das Baby seine Umgebung viel besser beobachten. Ich setze S. zum Beispiel hinein, wenn ich Staubsauge, koche, wenn ich unter der Dusche stehe oder die Wäsche aufhänge/zusammenfalte/einräume. Besonders bewährt hat sie sich, wenn ich in Ruhe essen möchte, denn die Wippe lässt sich ganz einfach mit dem Fuß anschubsen und schaukelt das Baby ganz sanft, während ich eine Mahlzeit genieße. Wenn S. etwas mehr Kraft hat, kann sie die Wippe sogar selbst anschubsen, indem sie mit den Beinen strampelt. Ein wenig bewegt sie sich sogar schon und den Spielebogen entdeckt sie auch gerade, was wirklich zuckersüß ist, wenn sie hochkonzentriert versucht die Drehelemente zu berühren.


 

"Was macht ihr mit dem Hund, wenn das Baby kommt?"

Kaum zu glauben, aber diesen Satz brachte tatsächlich einmal jemand über die Lippen. Ja was sollen wir schon machen? Ihn weggeben? Sheela, unser Schäferhundmischling (seit 2012 bei uns), hat das von Anfang an ganz toll gemacht - wobei wir bei diesem gutmütigen Hund auch nichts anderes erwartet haben. Die ersten ca. zwei Wochen ist sie nicht mal auf das Sofa oder aufs Bett wenn S. dort war, obwohl wir sie sogar animierten zu uns zu kommen. Auch zu mir hat sie Abstand gehalten und hat, so meine Vermutung, irgendwie verstanden, dass ich mich nun um das Baby kümmern und sie zurückstecken muss. Es kam dann die Zeit, da ist Sheela mit S. warm geworden und schleckt ihr auch gerne mal über den Kopf. Dabei ist sie super vorsichtig und allgemein hält sie eher Abstand zum Baby. Wir sind wirklich sehr stolz auf unsere Hündin


Eine harte Probe für die Beziehung

Ich kann nicht leugnen, dass die ersten Wochen mit unserem Baby teilweise eine harte Probe für unsere Ehe war. Wir sind nun seit fast 9 Jahren zusammen und ebenso lange wohnen wir zusammen, man sollte also meinen, dass man sich kennt. Ja aber wenn man Eltern wird, ist plötzlich alles anders. Man ist nicht mehr Mann und Frau, sondern Papa und Mama. Besonders in den ersten paar Wochen gab es Momente, in denen ich meinen Mann richtig vermisste, obwohl er den ganzen Tag zu Hause war. Wir mussten uns bewusst Zeit nehmen um zwischendurch ein wenig Körperkontakt zu schaffen. Eine Umarmung, ein Kuss, das gerät in Vergessenheit wenn sich der ganze Tag um das Neugeborene dreht. Besonders weil wir kurz nach S. Geburt anfingen getrennt zu schlafen - hierzu werde ich aber evtl. nochmal einen separaten Blogpost verfassen, weil wir ursprünglich ein Familienbett geplant hatten. Es kam dann aber ganz anders. Wie so oft....

Wie bereits erwähnt, kümmerte sich mein Mann am Anfang um alles. Ich konnte mich voll und ganz auf unsere Tochter konzentrieren und musste mir um den Haushalt, Einkaufen und das Essen keine Gedanken machen. Doch das konnte natürlich nicht ewig so weitergehen und als er wieder arbeiten ging, war er wieder im Job und ich hatte ja irgendwie meinen Job zu Hause. Aber nun ist mein "Job" nicht nach 8 Stunden vorbei, sondern ich bin 24 Stunden im StandBy-Betrieb. Und so kam es natürlich oft vor, dass ich S., nachdem er von der Arbeit kam, an ihn weitergeben wollte, um für ein Weilchen durchschnaufen zu können. Und so hatten wir oftmals die Diskussion wer mehr macht, wessen Arbeit anstrengender ist, wer mehr gefordert ist und wer denn nun den verdammten Müll rausbringt. Darüber muss man sprechen und beide Seiten sollten Verständnis für den jeweils anderen haben. Wir einigten uns darauf, dass er in der Frühschicht S. am Abend ins Bett bringt, was sich ja immer noch bis zu 2 Stunden hinziehen kann. In der Spätschicht und am Wochenende, nimmt er sie in der Trage (den Kinderwagen haben wir bislang nur einmal benutzt) mit zum Gassigehen und ich habe Me-Time.



Eine lange Dusche, oder sogar ein Bad, Nägel lackieren, Social Media, Bloggen..... Immerhin sind das ca.1,5 Stunden in denen ich machen kann was ich will. Meistens geht die Zeit zwar für den Haushalt drauf, aber auch da ist es "schön" mal durchzuarbeiten und somit schneller fertig zu werden.


Schlaf, Kindlein Schlaf

Was wahrscheinlich viele Bald-Eltern brennend interessiert ist das Schlafverhalten von so einem Baby.  Ich habe es ja bereits ein paar Mal angeschnitten, dass es, gerade am Anfang echt hart war. S. hat Nachts nie länger als 1 bis 1,5 Stunden am Stück geschlafen. Nach einigen Nächten ging ich bereits auf dem Zahnfleisch. Dank meiner Aufzeichnungen in einer Baby-App weiß ich ziemlich genau, wie sich das Schlafverhalten meiner Tochter in den letzten 10 Wochen verändert hat. Am Anfang gibt es keinen erkennbaren Rhytmus. Zwischen Tag und Nacht gibt es keinen Unterschied. Das änderte sich nach rund 3 Wochen, denn da begann S. in der Nacht länger zu schlafen. Sie schaffte dann schon 2 Stunden, manchmal sogar 3 Stunden. Das hört sich zwar grundsätzlich schon mal lange an, aber man ist ja selbst zwischen den Schlafphasen nicht nur ein paar Minuten wach. Flasche machen, füttern und auf das Bäuerchen warten, dauert immer so ca. 20 bis 30 Minuten. Wenn man Glück hat, schläft das Baby dann seelig ein. Wenn man Pech hat, muss man es erst wieder in den Schlaf wiegen oder, was leider oft passiert, es übergibt sich. Nun kann man es ja dann nicht mit nassen Sachen liegen lassen, denn dann würde es frieren. Also, umziehen und dann ist man selbst und das Baby wieder hellwach. So kann es schon mal passieren, dass man 1 oder gar 1,5 Stunden zu tun hat, bis man selbst wieder schlafen kann. Dementsprechend kurz sind die Nächte dann letztendlich. Ich habe mir übrigens irgendwann abgewöhnt, sie bei jedem Break zu wickeln in der Nacht. Da sie das große Geschäft irgendwann nur noch einmal am Tag und das meist am Vormittag machte, reichte es am Morgen eine frische Windel anzuziehen. Wen es interessiert: Wir benutzten bis vor einer Woche immer die Babylove Windeln von DM und mittlerweile die von Lillydoo. Mit Pampers war ich leider gar nicht zufrieden, auch wenn die BabyDry für die Nacht schon etwas saugstärker waren. Pampers haben für meine Nase einen sehr starke Eigengeruch und wenn sie nass sind, stank das ganze Baby nach Chemie.

Die Wachphasen am Tag werden mit der Zeit immer länger und ich denke, deshalb braucht das Baby irgendwann Nachts den Schlaf um sich zu erholen. Während sie am Anfang noch bis teilweise 1 oder 2 Uhr Nachts wach war, pendelte sich ihre Zubettgehzeit Anfang November auf ca. 21 Uhr ein. Sie schlief dann meist bis ca. 2 Uhr, trank ihre Flasche und schlief ohne weiteres Zutun unsererseits wieder ein. Das wiederholte sich dann noch zwei Mal für jeweils 3 Stunden und zwischen 8 und 9 Uhr ist die Nacht vorbei. So ist es bis heute, mit dem Unterschied, dass sie mittlerweile bis 4 Uhr, manchmal 5 oder sogar 6 Uhr durchschläft. Das heißt ich gebe ihr Morgens ein Fläschchen und kann auch nochmal bis ca. 8 oder 9 Uhr weiterschlafen. Das ist schon sehr cool muss ich sagen und ich hoffe, dass es ein Weilchen so bleibt. Also an alle Eltern die aktuell die Nächte schier durchmachen: ES WIRD BESSER!

Und trotzdem ist es das größte Glück

Bis hier her hört sich das alles so furchtbar negativ an. Als würde ich bereuen ein Baby bekommen zu haben. Vielleicht waren in den ersten Tagen die Hormone Schuld, dass ich das glaubte, denn in Wirklichkeit war es nicht so. Das Gefühl welches ich verspüre seitdem ich Mutter bin, ist meines Erachtens nach mit nichts zu Vergleichen. Obwohl es sehr anstrengend ist, ist es gleichzeitig auch das größte Glück. Diese Liebe die ich zu meiner Tochter spüre ist mit Worten nicht zu beschreiben. Die schönen Momente überwiegen und für nichts auf der Welt möchte ich etwas ändern. Der Moment als sie das erste Mal so richtig lächelte, machte alle schlaflosen Nächte wieder wett.



Die Zeit die ich mit ihr kuschelnd auf der Couch oder dem Bett verbringe und ihren wunderbaren Babygeruch einatme, entschädigt mich für die Schmerzen die es kosteten um sie auf die Welt zu bringen.



Der Anblick meines Mannes, wie er mit S. kuschelt, sie umsorgt und ich meinen Mann wieder ganz neu kennenlerne, lässt mein Herz manchmal fast explodieren.



Deswegen habe ich diesen Blogpost geschrieben, um die wunderschönen, als auch die schwierigen Zeiten einer Mutter und eines Vaters, einer kleinen Familie, zu veranschaulichen. Und ganz ehrlich? Ich habe hier nicht annährend alles erzählt, was es über die ersten Wochen mit Baby zu erzählen gibt. Und deshalb möchte ich in separaten Blogposts, wie gesagt, noch auf unser Anti-Familienbett eingehen, auf die Wichtigkeit einer Nachsorgehebamme, wie mich das Mama-sein verändert hat, warum ich eine Trage-Mama geworden bin und was ich von den ganzen "klugen" Ratschlägen meiner Mitmenschen halte. Das alles möchte ich nach und nach thematisieren, denn ich habe das Gefühl, dass es so viel zu diesen Themen zu sagen gibt.

Der Blogpost ist so lang und trotzdem habe ich nicht das Gefühl alles erzählt zu haben, was es zu erzählen gibt. Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Fragen, die ich euch beantworten kann?

Ich freue mich schon auf euer Feedback, um zu erfahren, wie für euch die ersten Wochen mit eurem Baby waren.

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26 Kommentare

  1. Liebe Ina.. ich habe jetzt Tränen in den Augen. Ich kann so mitfühlen, mir ging es etwa gleich. Das ständige Weinen.. sich unwohl fühlen. fehl am platz... wieder zurück wollen... ach.... ich hab dir auf IG damals geschrieben, es geht vorbei! und das stimmt. heute könnte ich nie mehr ohne meinem schatz... und auch ich bin so froh hatte ich damals ein so unterstützender mann! das ist goldwert! er war einfach da für mich. anstrengend ist es immer (kommen immer neue phasen, neue themen, etc.) aber es wird so viel besser! und in der schweiz hat man nur 4 monate mutterschaftsurlaub, dann musste ich wieder arbeiten gehen (ok ich habe noch einen monat mit ferien verlängert aber ja...). weisst du was? das tat so gut. die arbeit war dann wie erholung für mich. ich sage das immer ganz offen. es ist einfach so. ich schäme mich nicht für diese zeit, wie es mir ging. es musste so sein. jetzt sind wir als eltern angekommen. mein kleiner ist 10 monate alt... und ich könnte nie wieder mein altes leben zurückwollen. ich liebe es so wie es jetzt ist. eine familie.

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  2. Ein toller Beitrag, den ich gespannt gelesen habe. Ich bin zwar keine Mutter, aber Erzieherin und habe somit auch gewisse Erfahrungen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir in den ersten Wochen gegangen sein muss. Und es ist doch völlig normal, wenn man auch total k.o. und überfordert ist. Wie du so schön schreibst: das Baby kommt ohne Gebrauchtsanleitung. ;-) Umso schöner finde ich es, dass ihr euren Rhythmus langsam findet und du routinierter wirst. glg von Lena

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  3. Liebe Ina, Dein Beitrag hat mich sehr berührt. Deine Ehrlichkeit und Dein Mut, Deine Gefühle so offen mitzuteilen finde ich bewundernswert und gleichzeitig freue ich mich darüber, dass Eure kleine Familie zusammengewachsen ist. Alles Liebe für Eure Zukunft. Tine

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    1. Vielen Dank liebe Tine. Es ist nicht immer einfach zu entscheiden was und wieviel man preis gibt. LG

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  4. Ich finde es schön das du so ehrlich über die ersten Wochen schreibst. Ich bin jetzt in der 36. Woche und finde es noch immer surreal, dass wir bald ein Baby haben. Mein Partner wird "nur" 2 Wochen Urlaub nehmen und dann 4 Monate Elternzeit in Teilzeit. Ich hab meiner Familie schon erklärt, dass ich die ersten 6 Wochen keinen Besuch haben will. Mal schauen wie das funktioniert. Wir wollen im März eine große Babyparty feiern, dann hab ich mich hoffentlich eingegroovt. Ich freue mich schon auf deine Beiträge. Weiterhin alles Gute für euch.

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    1. Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Du bist bestimmt schon richtig aufgeregt.

      6 Wochen keinen Besuch? Berichte mal, ob das geklappt hat. Ich hätte nicht so lange warten können den kleinen Schatz endlich allen zu zeigen.

      LG und alles Gute für die Geburt.

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  5. Liebe Ina, ein toller Beitrag und ich finde es super das du so ehrlich bist.

    Meine Bestene Freundin hat letztes Jahr im Okt entbunden, nach 3 Tagen Wehen. Sie hatte fast die gleiche Anfangszeit wie du, nur das der kleine Mann noch nicht durch scläft. Aber auch das gibt sich ja irgendwann. Schön auch zu lesen, dass dein Mann so toll ist. Ich wünsche euch noch ganz viel Schlaf, Gesundheit und Liebe <3

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  6. Liebe Ina,
    ich las deinen Beitrag gerade während ich meine Jungs (1 und 2) ins Bett bringe und habe uns in sehr vielen Dingen wiedergefunden. Das mit dem Schreien abends hatten wir, Stress durch Besuch und Ratschläge der Familie, Stress in der Beziehung,... Und dieser hält meiner Meinung nach das erste Jahr an. Wir haben ständig über Haushalt und ähnliches gestritten weil wir beide müde und gestresst waren. Das Schlimme ist, auch das zweite Kind war noch mal eine Bewährungsprobe für die Beziehung :-). Man dachte eigentlich, es wäre schon alles ausdiskutiert. Alles andere empfand ich als einfacher. Stillen klappte sofort, Ratschläge bekam man keine mehr und irgendwie hat das zweite auch besser geschlafen. Aber allein daran, dass wir so schnell ein zweites Kind bekommen haben, merkt man, dass man die schlimmen ersten Wochen bald verklärt. Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit und gutes Durchhaltevermögen.
    Steffi

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    1. Ein zweites Kind kann ich mir aktuell beim besten WIllen nicht vorstellen :D

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    2. Ging mir zu dem Zeitpunkt genau so😀

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  7. Liebe Ina! bei uns war es alles etwas chaotisch da wir kurz vorm Umzug waren sah die Wohnung entsprechend aus und geplant war der kleine mann ja sowieso nicht weshalb er nur ein provisorisches Zimmer hatte auch allein wegen dem Umzug! Nach 3beschissenen tagen im Krankenhaus war ich froh wieder frei zu sein direkt nach dem Krankenhaus haben wir den Opa auf der Arbeit besucht der war nämlich traurig das er seinen kleinen Enkel noch nicht sehen konnte da er immer zur falschen zeit ins Krankenhaus kam, da wir auch noch Milchpulver brauchten schnappte ich mir das auto vom mann der samt Kind beim Opa blieb und ging erstmal ne runde bei dm einkaufen! Schlafen konnten wir meist so 3std in der nacht am tag hab ich viel geschlafen wenn der kleine auch schlief meist haben wir zusammen auf dem Sofa gepennt. dann war der kleine mann 6 Wochen alt da fing die umzieherei an also hab ich Kisten ein/aus gepackt, Tapeten geklebt,möbel geschleppt etc Wochenbett war überbewertet. schlafen wird heute mit fast 17 Monaten immer noch überbewertet richtig Durschlafen oder von selbst einschlafen ist nicht drin! rückblickend würde ich alles fast genauso machen nur der Umzug war bisschen heftig 6wochen nach Geburt inkl Verletzung aber nützte ja nix. wie du auch so schön gesagt hast man wächst mit seinen Herausforderungen bzw aufgaben. die Beziehung als solches rückt ziemlich in den Hintergrund

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    1. Ach herrje, du Arme. Schade, dass du dein Wochenbett nicht genießen konntest.

      LG

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  8. Liebe Ina,
    mein Sohn ist jetzt 5 Wochen alt und ich konnte mich in deinem Post seht gut wiederfinden. ..schön zu lesen dass es anderen auch so geht,und dass auch negative Gefühle dabei sein können. Danke für diesen ehrlichen Post, mal erfrischend abseits der verklärten Heile Welt Berichte über die erste Kuschelzeit ;-) Und du bist bestimmt eine tolle Mutter,es ist ganz wichtig dass man auch noch ein bißchen man selbst bleibt und Zeit für sich hat.

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    1. Ich denke, auch Mutterliebe muss erstmal wachsen und wenn die Hormone erstmal wieder im Einklang sind, betrachtet man Vieles mit anderen Augen. Weniger emotional und kann auch das Babygequengel mal ein paar Minuten aushalten ;-)

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  9. Ach Ina, ich finde es wirklich toll, dass du so offen sprichst. Deswegen gehören deine Posts auch zu den wenigen Babyposts, die ich, als Nicht-Mama, auch lese.
    Auch wenn ich es noch nicht selbst erlebt habe, kann ich absolut verstehen, wie du dich gefühlt haben musst, denn genau das ist meine Vorstellung von der ersten Zeit mit Baby und ich finde es schlimm, dass das alles oft so verklärt und mit "alles super und toll" dargestellt wird.
    Aber ich finde den Satz "man wächst mit seinen Aufgaben" sehr gut. Denn es ist tatsächlich so. Man ist so oft überfordert von neuen Situationen, es ist anstrengend und man muss sich quälen (und wenn es dabei um ein Baby geht, sicher auch noch mit dem schlechten Gewissen wegen seiner negativen Gedanken fertig werden), aber man schafft es am Ende. Deshalb habe ich auch jedes Mal, wenn ich mich denn dann mal bei Twitter geäußert habe, gesagt "mach dir nicht so viele Gedanken". Es wird schon. Und es gibt kein Richtig und kein Falsch.
    Ich finde es großartig zu sehen, wie du immer sicherer, selbstbewusster und stärker in deiner neuen Rolle wirst und bin mir ganz sicher, dass du das mit der kleinen Maus auch in Zukunft super hinbekommen wirst!

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  10. Ein sehr schöner Post. Es ist immer wieder erstaunlich wie sehr ein kleiner Mensch das Leben verändern kann. Ich finde es gut, dass du offen und ehrlich darüber geschrieben hast, ich denke an den Gedanken ist nichts verwerfliches, immerhin ist man doch sehr übermüdet,..

    Liebe Grüße,
    Fio

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  11. Ganz toller Post. Ich habe zwar selbst keine Kinder und weiß auch gar nicht, ob ich welche will, aber dein Bericht ist super ehrlich, ich glaube mir würde es sehr ähnlich gehen. Ich kann all deine Gedanken und Sorgen gut verstehen. Toll, dass du nicht beschönigst hast. LG :)

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    1. Vielleicht denkst du ja irgenwann an meinen Beitrag, solltest du mal selbst ein Kind bekommen. LG.

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  12. Da ich den Spaß gleich doppelt habe sehe ich deinen Bericht natürlich mit anderen Augen ... Nur ein Kind zu versorgen wäre ein Traum gewesen :D aber wie Du schon geschrieben hast, man wächst mit seinen Aufgaben ...Besuch war auch so ein Thema was ein wenig nervig war am Anfang, vor allem wenn man quasi Nakt am Tisch sitzt und Quarkwickel macht (wegen höllischem Milchstau) während die Tür aufgeschlossen wird und die halbe Verwandtschaft hereinspaziert :D! Gegen die Schreiphasen hat uns nur Ruhe über den Tag geholfen, dann ging es. Je weniger Input zu Beginn desto weniger müssen die Kleinen verarbeiten. Ich war nach 4 Wochen auch ohne meinen Mann und war manchmal am Rande des Wahnsinns, wie sehr habe ich mir dann NUR ein Kind gewünscht :D

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    1. Tatsächlich musste ich beim Schreiben an dich denken, weil ich dachte "Achje, sie hatte das alles gleich x2". Ich glaube dann wäre ich ausgezogen :D :D Respekt,dass du das hinbekommen hast.

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  13. Danke für diesen ehrlichen Post! Genau so habe ich mich nach der Geburt meines Sohnes im Juli gefühlt. Ich war einfach nur erschöpft, traurig und leicht traumatisiert durch die Geburt mit Notkaiserschnitt. Nach ein paar Tagen war ich so müde, dass ich gar nicht mehr in den Schlaf gefunden habe und Stimmen gehört habe. Mein Freund musste aufgrund eines neuen Jobs gleich wieder arbeiten, aber meine Mutter hatte zum Glück 2 Wochen frei. Ohne sie wäre ich wohl durchgedreht. Sie hat mir auch klar gemacht, dass Mutterliebe wachsen muss und ein schlechtes Gewissen überflüssig ist. Wenn ich dann gefragt wurde, wie es uns geht, war ich immer ehrlich und daraufhin haben viele Mütter zugegeben, dass es ihnen ähnlich ging.
    Jetzt ist mein Sohn schon fast 5 Monate alt und ich bin sehr glücklich, auch wenn es oft immer noch hart ist.

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    1. Die gleiche Erfahrung habe ich am Montag im Rückbildungskurs gemacht. Wenn man selbst sagt, wie es wirklich ist, kommt auch Ehrlichkeit zurück. Ich glaube in der Vergangenheit wollte mir nur keiner Angst machen ;-)

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  14. Hi Ina, danke für deinen ehrlichen Bericht!
    Ich freue mcih total, dass sich bei euch un S. so langsam alles einpendelt und ihr die gemeinsame Zeit noch mehr genießen könnt.
    Liebe Grüße
    Judith

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  15. Obwohl ich auch in den nächsten 5 Jahren keine Kinder haben möchte, lese ich mir deine Posts zu diesem Thema richtig gerne durch. Es gefällt mir sehr, dass du kein Blatt vor'm Mund nimmst.

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  16. Worte, die ich so unglaublich gut nachvollziehen kann. Ja, dank unserer erste Tochter hätte ich sie sogar genau so schreiben können ;-) Daher ein, wie ich finde, echt emotionaler Beitrag, aber du hast recht: es wird wirklich alles besser! Und man wächst Stück für Stück in die Mamarolle rein (und das wird nicht mehr aufhören ;-) ) Jetzt beim zweiten Kind lief es von Anfang an besser, man ist einfach sicherer in dem, was man tut! Es stimmt, gerade auf Youtube sind enorm viele Mamas, die nicht im Geringsten von den Schwierigkeiten berichten...schön, dass du "die ungeschönte Wahrheit" präsentierst! Aber lass dir gesagt sein: Halte durch, du machst das super! :-) Liebe Grüße Judith von zeitfuermama.com

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  17. Hallo Ina,
    toller Beitrag, wirklich.
    Mir ging es in den ersten Wochen auch nicht gut (hatte zudem noch eine Operation, 2 Wochen nach der Geburt) und bei mir was es nicht 'liebe auf dem ersten Blick', wie es sooft beschrieben wird und ich habe oft gezweifelt, geweint und mich gefragt, ob es tatsächlich das ist, was ich wollte.
    Auch heute, 5 Jahre später, kommen noch ab und an Gedanken an mein 'altes Leben'. Was habe ich da nur die ganze Zeit gemacht, haha? Dennoch ist es toll Kinder zu haben und ich würde nicht anders entscheiden.
    Im übrigen kann ich diesen Mamas bei IG nichts abgewinnen, die ihr Leben so perfekt durchgestylt präsentieren (ach halt, auch den Leuten ohne kinder wo alles perfekt scheint, folge ich eher nicht, haha).

    LG
    Faye

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